• Jahrmillionen später, kurz vor Christi Geburt, zogen die
    Römer in das von den Kelten bewohnte Land und erbauten dort, wo heute die Gemeinde Wagna liegt, die Stadt Flavia Solva an der Römerstraße nach Vindobona.   

    Die Stadt blühte auf und als man daran ging, ein großes Amphitheater zu bauen, suchte man nach verwendbaren Gesteinen. So entdeckten die Römer den Sandsteinberg und begannen den ersten Stollen in den Berg zu treiben.      
    Im Laufe der Jahrhunderte entstanden riesige unterirdische Kavernen mit einer Gesamtfläche von 20.000 m² und einer Höhe von 6 - 8 m.    

    Im zweiten Weltkrieg wurde der Steinbruch für die Rüstungsindustrie umgebaut. Mit enormem Aufwand wurde in kürzester Zeit ein Zweigbetrieb der Thondorfer Flugzeugwerke "Steyr Daimler Puch" in den Berg verlegt. Als der Krieg vorüber war, demontierten die Russen die Fabrik, beinahe wäre der Berg 1947 von der Landkarte verschwunden.Damals besuchte eine interalliierte Kommission den unterirdischen Bau. Der russische Teilnehmer forderte die Sprengung des kriegswichtigen Berges. Glücklicherweise konnte die britische Besatzungsmacht dies verhindern. Seit diesem Zeitpunkt wird wieder für friedliche Zwecke produziert.          
    Für den Wiederaufbau Österreichs war der Aflenzer Sandstein unentbehrlich. Die Wiener Staatsoper, das Belvedere und auch der Stephansdom wurden damit teilweise restauriert. Weitere bedeutende Bauwerke sind die Grazer Lechkirche, die Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg, das Ehrenhausner Mausoleum und das Schloss Gleinstätten.     

    Im Jahre 1988 wurde der Steinbruch von der Fa. Stein von Grein durch Herrn Ing. Heinz  Petrasch erworben. Ab diesem Zeitpunkt wurden jährlich ca. 200 m² Sandstein abgebaut.    

    Die faszinierende Unterwelt des Aflenzer Steinbruchs mit seiner überragenden Akustik inspirierte Ing. Georg Stampfer. Unter seiner Initiative fand am 1. Juli 1989 das erste Konzert im Aflenzer Steinbruch statt. Weitere Konzerte und Veranstaltungen folgten, wie 1992 das Musical „Mystery“.


Steinbruch

Vor ca. 30 Mio. Jahren im
Jungtertiärs, genauer
genommen im Miozän,
waren das Grazer und
das Leibnitzer Feld von
einem Meer überflutet.
Wo heute Aflenz liegt,
setzte sich eine
Muschelbank ab, die
vorwiegend aus
zerbrochenen Resten von
kalkabscheidenden
Braunalgen, Korallen,
Großfossilien wie Schnecken
und Muscheln bestand. 

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